Meine Fahrtätigkeit beim Bürgerbus

Vor einigen Jahren kam ich mit Hans Kirschbaum ins Gespräch, einem Mitglied des Vorstands vom Bürgerbusvereins Haltern am See. Damals wurden noch weitere Leute für den Fahrerpool gesucht, um den Fahrbetrieb für die Zukunft sicherzustellen. Schließlich basiert die Sicherstellung eines reibungslosen Fahrbetriebs ausschließlich auf ehrenamtliches Engagement. Ich fand das Konzept interessant und nachdem er ein bisschen über die dankbaren Fahrgäste und das bunte Vereinsleben erzählt hatte, war mein Interesse daran geweckt. Als genügend neue Fahrerinteressenten beisammen waren, konnte die Ausbildung beginnen. Bevor man tatsächlich auf dem Fahrersitz Platz nehmen darf, sind diverse Bedingungen zu erfüllen: Keine Punkte in Flensburg, polizeiliches Führungszeugnis, einen Erste-Hilfe Kurs, eine Schulung bei der Vestischen, ein Fahrsicherheitstraining, eine Feuerlöschübung und regelmäßige Untersuchungen der Sehkraft. Am 25.05.2019 habe ich dann schließlich meine ersten Runden gedreht. Bei der Ersten war noch ein erfahrener Hase dabei, doch bei den weiteren Runden wurde von mir gleich alles abverlangt: 9 Erwachsene, 2 Schwerbehinderte und 4 Kinder. Zum Jobumfang gehören auch Rollatoren, die man im Bus sichern muss, Sitze für die Kleinkinder bereitstellen, den Gurtverlängerer aushändigen (wo ist der eigentlich?), Senioren beim Ein- und Ausstieg helfen und schließlich auch noch den Fahrplan möglichst gut einhalten. Doch nach ein paar Fahrten hat man alles im Griff, und man kommt sogar mit den vielen freundlichen Stammgästen regelmäßig ins Gespräch, so dass mein zwei Runden, die ich vierzehntägig jeden Donnerstag von 16-18 Uhr fahre, immer wie im Fluge vorbeigehen.

Leider gingen die Fahrgastzahlen durch Corona deutlich nach unten und es gab auch schon ab und zu mal die Situation, zwei Runden ohne jeden Fahrgast fahren zu müssen. Aber trotz der Pandemie konnte der Busbetrieb dank vieler hoch engagierter Menschen im Verein nahezu immer gewährleistet werden.