Zurück in Deutschland, machte ich mich auf die Suche nach einen für mich geeignetem Musikunterricht. Von zentraler Bedeutung ist es natürlich, den richtigen Lehrer zu finden. Klingt trivial, gilt jedoch im Besonderen für erwachsene Anfänger. Die meisten Lehrbücher und Methoden sind halt größtenteils auf Kinder zugeschnitten und die Nachfrage von erwachsenen Anfängern ist bei den Musikschulen sicherlich eher überschaubar.
Parallel stöberte ich auch im Internet und fand eine schier unendliche Anzahl Online YouTuber sowie diverse Musiker, die sich insbesondere auf erwachsene Schüler fokussieren mit echtem Unterricht via Zoom, Skype & Co. Bei den Links findest du eine Liste mit den Adressen, die mir persönlich sehr gut gefallen.

„On the Wing“ aus dem zweiten Band im Orginal

Schönes YouTube Lernvideo von Henriette (Pro Am Strings)

Eigene Aufnahme (nach ca. 9 Monaten Unterricht) füge ich noch hinzu

Online oder persönlicher Unterricht?
Insbesondere unter den coronabedingten Einschränkungen stellte sich mir gleich die Frage, ob ein Distanzunterricht speziell am Anfang wirklich sinnvoll ist. Zur Probestunde bei Birgit Haala in Marl konnte ich glücklicherweise persönlich erscheinen und mir war sofort klar, bei ihr an der richtigen Adresse gelandet zu sein. Als Übungsgrundlage schlug sie mir die 4-teilige Serie von Boosey & Hawkes vor, die systematisch alle Griffarten der ersten Lage umfasst. Mittlerweile bin ich bis zum dritten Band namens „Fast Forward“ gekommen. Das schöne dieser Serie ist, dass man von jedem Stück eine Klavierbegleitung dazu bekommt, die man in digitalisierter Form mit einer App beliebig geschwindigkeitsreduziert abspielen kann und damit macht das Üben richtig Spaß, zumal die meisten Lieder zusammen mit der Klavierstimme wunderschön klingen.
Aufgrund eines Corona Lockdowns haben wir zeitweilig auch Online-Unterricht machen müssen, was für mich überraschend gut funktionierte, aber ich bevorzuge nach wie vor den persönlichen Unterricht.
Ohne professionelle Hilfe, in welcher Form auch immer, hätte ich sicher niemals so schnelle Fortschritte gemacht. Wichtig ist, dass man stetig kompetente Rückmeldungen bekommt, um Fehler möglichst schnell zu eliminieren. Und man kann am Anfang viele Fehler machen…
Komplett ohne Lehrer, also ohne stetige Rückmeldungen eines kompetenten Lehrers nur auf YouTube Videos zu setzen, halte ich für keine gute Idee. Denn wenn man sich erst mal Dinge falsch angeeignet hat, wird es später sicher verdammt hart, diese zu eliminieren…
Und wer mit dem persönlichen Unterricht noch nicht ausgelastet ist, dem stehen ja parallel noch eine unendliche Zahl an Kursen der Online Schulen zur Verfügung, von denen ich auch Gebrauch mache, z.B. Antoine’s Canon in D Kurs.
Neben der Fortentwicklung der Geigenschule (1. Lage vervollständigen) habe ich jetzt parallel auch noch die Stücke des Orchesters zu lernen, so dass ich Pachelbel (leider) erst mal wieder zur Seite gelegt habe.